Freitag, 6. November 2015

Als Baby Bohne mit dem Schreien anfing...

...war er gerade 2 Wochen jung!

Es kam eher plötzlich und erschreckte uns sehr. Eines Tages fing er einfach an zu schreien. Unser erster Gedanke war: Er hat HUNGER!
Ich stillte zu diesem Zeitpunkt, fütterte aber zu, da es mit dem Stillen einfach nicht so recht klappen wollte. Mein Böhnchen machte seinen Mund nicht weit genug auf. Die Folge daraus waren Schmerzen die ich kaum ertrug. Manchmal schrie ich sogar vor Schmerzen auf, wenn Böhnchen andockte. Es war ein einziger Kampf. Also gaben wir ihm zusätzlich Fläschchen. 
Es trat keine Besserung ein. 
Nächster Gedanke: Blähungen und Bauchschmerzen! Also ab zum Arzt!!! Baby Bohne bekam Sab Simplex Tropfen die eigentlich nur den Effekt hatten, das Baby Bohne endlich mal seinen Schnuller nahm. Das war nämlich auch so ein Problem. Er wollte einfach keinen Schnuller. 
Die "Blähungen" blieben und ich kaufte auf eigene Faust Lefax. Irgendetwas musste doch helfen...
Stuhlgang hatte er täglich und musste sich dafür auch nicht wirklich anstrengen. Dennoch schrie er weiter und war durch nichts zu beruhigen, außer meine Brust. 
Denn das war der einzige Ort an dem er glücklich zu sein schien. 
So konnte es aber nicht weiter gehen, denn die Schmerzen brachten mich an meine körperlichen und seelischen Grenzen. SCHLUSS!!! Und wieder ab zum Arzt.
Unsere Kinderärztin war begeistert von Baby Bohne: 
"Ein kerngesunder, kräftiger Kerl!"

Das freute uns natürlich zu hören, aber die Sorge um ihn nahm nicht ab. Was hatte er denn nur? 
Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich keine Nachsorgehebamme. Es ist bei uns eine ziemlich schwierige Angelegenheit eine Hebamme zu finden. Also tätigte unsere Kinderärztin einen schnellen Anruf und schwupps bekamen wir am darauffolgenden Montag Besuch von einer Hebamme. Eine nette Dame, der ich gerne zuhörte. Sie war ebenfalls begeistert von Baby Bohne, dem großen Kerl mit der starken Stimme. 
Sie versuchte mir mit dem Stillen zu helfen, was leider nicht von Erfolg gekrönt war. 
Ab diesem Tag kam sie einmal in der Woche und unterstützte mich seelisch. 
Sie trug Baby Bohne, schaukelte ihn, klopfte ihn, legte ihn auf den Rücken, legte ihn auf den Bauch, legte ihn auf die Seite, sang ihm vor, sshhhhte ihm etwas vor..... NICHTS HALF gegen sein Schreien. Zwischendurch sollte ich ihn immer wieder anlegen und hoffen, dass er danach mal schläft. Es half nichts.
Sie sagte schließlich zu mir: "Wenn man das den ganzen Tag erträgt, weiß man abends aber auch was man gemacht hat!"
Nur leider war eben auch abends nicht wirklich Ruhe. 
Baby Bohne schrie sich regelrecht in Rage. Ich konnte es teilweise kaum noch ertragen. Meine Ohren schmerzten immer mehr. Ich wollte ihm so gerne helfen, für ihn da sein, ihn unterstützen in seiner Lage, aber ich konnte es selbst kaum noch aushalten.
Die klugen Ratschläge der anderen konnte ich ebenfalls kaum noch hören. 
"Probier doch mal dies, probier doch mal das...." NEIN! Was dachten die denn was wir die letzten Wochen alles versucht hatten? Nichts oder was???
Wir hatten alles probiert. Baby Bohne war nicht mal im Kinderwagen zufrieden. Er schrie auch immer im Maxi Cosi beim Autofahren. Er schrie auch auf dem Arm oder in der Badewanne. Er schrie auch beim Wickeln. Er schrie STÄNDIG!!!
Besucher wollte ich schon gar nicht mehr bekommen. Ich wollte auch niemanden besuchen. Denn ich wusste, dass Baby Bohne schreien wird wie ein Verrückter. 
Es belastete jedoch am meisten, dass ich ihm nicht helfen konnte. Sein Kind so zu sehen ist grausam. Die Zweifel werden immer größer ob man wirklich alles so richtig macht....

Habt ihr auch Zweifel an eurem Verhalten und Handeln? Denkt ihr auch manchmal ihr seit schlechte Eltern und euer Baby ist tief traurig?

Eure Mama Bohne




Donnerstag, 5. November 2015

Wo fang ich an?

Ein Baby... 

Ein Baby zu bekommen ist wohl das aufregenste, schönste, verrückteste und beste Ereignis überhaupt! 
Es verändert unser Leben komplett, für immer und ewig. 
Es verändert UNSERE Persönlichkeit für immer und ewig.
Es macht uns zu stolzen, glücklichen,  ängstlichen Menschen.... Zu ELTERN!
Einfach wunderbar ♡
Fassungslos blicken wir auf den positiven Schwangerschaftstest...
Ängstlich gehen wir zum Frauenarzt.
Wie in Trance sehen wir unser Baby das erste Mal auf dem Ultraschall.... ein kleiner Punkt -> bedingungslose Liebe.
Voller Stolz berichten wir der Familie vom neuen Familienmitglied. 
Fürsorglich befolgen wir die klassischen Regeln für Schwangere.
Babykino wird zum Lieblingsfilm und Babyshopping zum Hobby Nr. 1.
Tapfer ertragen wir Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen und Co.
Geduldig warten wir auf den Entbindungstermin.
Und dann geht es plötzlich los..... Aufregung pur...... ANGST....... Freude.......Schmerzen. 
Das reinste Gefühlschaos.  Und dennoch halten wir durch bis zum entscheidenden Punkt:
Ein unglaublich schöner Moment. Schmerzen werden zur Nebensache.  Der Blick in das Gesicht deines Kindes ist unendlich.  Unendlich schön.  
Alle Gedanken sind bei diesem kleinen, wunderbaren Wesen.
Die Vorfreude kehrt erneut zurück.  Wir freuen uns auf das erste Mal Windeln wechseln, das erste Mal stillen oder füttern,  das erste Mal Baden,  das erste Mal Kinderwagen fahren...... und so weiter und so weiter.

Doch was ist, wenn all das nicht so einfach möglich ist?
Wenn wir nicht Baden können? 
Wenn wir nicht Kinderwagen fahren können? 
Wenn wir nicht Auto fahren können? 
Wenn wir nicht richtig Wickeln können? 

Was ist wenn all unsere Vorfreude und unsere eigentlich so bedingungslose Liebe getrübt werden?
Was ist wenn wir an unsere Grenzen stoßen? 

Was ist wenn wir uns so hilflos und allein gelassen fühlen mit der
"Diagnose":
In diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen als Mutter eines Schreibaby mit euch teilen. 
Ich habe viel gegoogelt und Infos über Schreibabys gefunden.
Doch was nützt das alles, wenn man sich so allein und hilflos fühlt und man sich vielleicht sogar für seine Gedanken schämt und an seine körperlichen und seelischen Grenzen kommt?

Manchmal muss man einfach wissen, dass man nicht allein ist mit all diesen Problemen und Gedanken. 
Und aus diesem Grund werde ich hier meine Erfahrungen zum Ausdruck bringen.
Im nächsten Post stelle ich mich und meine kleine Familie näher vor. 
Kommentieren ist erwünscht,  denn ich bin für jeden Tipp oder Rat oder auch einfach nur Erfahrungsaustausch dankbar.

Eine ruhige Nacht euch allen und bis zum nächsten Post ♡